Ruhrpodcast 165 – NRW-Reporter 2026
Im Gespräch mit Sascha Devigne, Chefredakteur von Studio 47 Stadtfernsehen GmbH & Co. KG aus Duisburg.
Im Gespräch mit Frank Zepp Oberpichler erläutert Sascha Devigne die Lage des lokalen und regionalen Journalismus und verweist auf den wachsenden öffentlichen Blick auf den Lokaljournalismus. Zugleich beschreibt er die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, insbesondere sinkende Printauflagen und den Verlust von Werbebudgets an große Plattformen. Hier bietet das Ausbildungsprojekt „NRW-Reporter“ eine Chance für den journalistischen Nachwuchs.

Das Ausbildungsprojekt NRW-Reporter
Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist das Ausbildungsprojekt NRW-Reporter, das früher Ruhrreporter hieß. Das Programm richtet sich an Abiturientinnen und Abiturienten, Schulabgänger, Studierende und Quereinsteiger zwischen etwa 18 und 28 Jahren. Ziel ist es, junge Menschen mit Interesse an Medien und Journalismus für den lokalen und regionalen Journalismus zu gewinnen und ihnen einen niedrigschwelligen Einstieg zu ermöglichen.
Acht Teilnehmende und sieben Wochen
Der neue Lehrgang umfasst bis zu acht Teilnehmende und dauert sieben Wochen. Er beginnt am 24. August und endet am 9. Oktober. Inhaltlich gibt es Theorieblöcke zu journalistischen Darstellungsformen, Recherche, Schreiben für verschiedene Kanäle sowie zu aktuellen Themen wie KI und Liquid Content. Ergänzt wird das durch zwei Praxisphasen von jeweils zwei Wochen in Medienhäusern, Redaktionen, Pressestellen, Verlagen, Verbänden oder bei Radiosendern.
Kostenfrei und mit Zertifikat
Die Teilnehmenden arbeiten dabei möglichst praxisnah mit und erhalten am Ende ein Zertifikat. Das Programm ist kostenfrei und soll auch Menschen erreichen, für die ein Einstieg in den Journalismus sonst schwierig wäre. Laut Devigne haben über 100 frühere Teilnehmende mitgemacht; gut die Hälfte sei anschließend im Journalismus gelandet oder habe eigene Medienprojekte gestartet.
Gesellschaftliche Bedeutung lokaler Medien
Abschließend betont Devigne die gesellschaftliche Bedeutung lokaler Medien und lokalem Journalismus. Er sagt, dass sich Interessierte über die Website von Studio 47 bewerben können; drei der acht Plätze seien bereits vergeben, fünf noch frei.
Unterstützung für das NRW-Reporter-Projekt
Die finanzielle Unterstützung für das NRW-Reporter-Projekt und die Notwendigkeit des Angebotes werden herausgestellt, um die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten nachhaltig zu sichern. Das Projekt wird gefördert mit freundlicher Unterstützung der Landesanstalt für Medien NRW
Weiterführende Links
www.studio47.de/nrwreporter
www.medienanstalt-nrw.de
www.ruhrpodcast.de
www.durian-pr.de
