Ruhrpodcast 171 – Die NRW-Reporter in 2026

Im Gespräch mit den neun NRW-Reportern bei Studio 47

Wie fühlt sich der Einstieg in den Journalismus an? Welche Erfahrungen macht man, wenn man zum ersten Mal selbst recherchiert, Interviews führt, Pressemitteilungen schreibt, vor der Kamera steht oder einen Podcast produziert? Und wie findet man eigentlich heraus, ob ein Beruf in den Medien wirklich zu einem passt?

Frank Zepp Oberpichler mit den NRW-Reportern 2026. Foto: Studio 47 GmbH

In Ruhrpodcast Folge 171 spricht Frank Zepp Oberpichler bei Studio 47 in Duisburg mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des NRW-Reporter-Programms 2026. Jule, Joshua, Zoe, Sarah, Eva, Ava, Lisa, Rina und Finja berichten von ihren Erfahrungen, ihren ersten Schritten im Journalismus und davon, was sie aus dem Programm für ihre berufliche Zukunft mitnehmen.
Dabei entsteht ein vielseitiges Bild davon, wie junge Menschen Journalismus heute kennenlernen: praktisch, unmittelbar und über ganz unterschiedliche Medien und Institutionen hinweg.

Warum Journalismus?

Die Gründe für die Teilnahme am NRW-Reporter-Programm sind unterschiedlich. Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessieren sich schon länger für Journalismus und Medien. Andere wollen zunächst herausfinden, ob eine journalistische Tätigkeit überhaupt zu ihnen passt.
Schreiben, recherchieren, mit Menschen sprechen, vor oder hinter der Kamera arbeiten, Beiträge produzieren oder mit dem Mikrofon unterwegs sein: Das Programm bietet Gelegenheit, unterschiedliche Tätigkeiten selbst auszuprobieren.
Gerade für junge Menschen, die vor der Entscheidung über Studium, Ausbildung oder Beruf stehen, ermöglicht das einen Einblick in den journalistischen Alltag, bevor sie sich endgültig für einen bestimmten Weg entscheiden.

Journalismus lernt man auch durchs Machen

Ein zentrales Thema der Folge ist deshalb die Verbindung von Theorie und Praxis.
Die NRW-Reporter lernen journalistische Grundlagen kennen und können diese anschließend in unterschiedlichen Situationen anwenden. Dabei sammeln sie Erfahrungen mit Recherche, Interviews, Pressearbeit, Social Media, Podcasts, Umfragen und der Produktion eigener Beiträge.
Im Gespräch wird deutlich, wie breit das Berufsfeld inzwischen geworden ist. Journalistische Arbeit findet längst auf vielen Kanälen und in unterschiedlichen Formaten statt – vom klassischen Text über Audio und Video bis zu Social Media.

Von der Polizei bis zur Redaktion

Besonders interessant sind die unterschiedlichen Stationen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Programms kennenlernen.
Sie berichten unter anderem von Hospitanzen und Praktika bei der Polizei, in Pressestellen, bei der WAZ, beim DJV, bei der IHK, beim Grimme-Institut, bei Salon 5, bei Radio Duisburg und bei Studio 47.
Dadurch lernen sie verschiedene Seiten professioneller Medien- und Öffentlichkeitsarbeit kennen. Sie erleben Redaktionen und Institutionen, beschäftigen sich mit Pressemitteilungen und Social Media, führen Recherchen durch und arbeiten an eigenen journalistischen Formaten.
Die Erfahrungen zeigen zugleich, wie unterschiedlich die Anforderungen sein können: Eine Pressemitteilung verlangt eine andere Herangehensweise als eine Straßenumfrage, ein Podcast andere Fähigkeiten als ein Fernsehbeitrag.

Ausprobieren, Erfahrungen sammeln, Orientierung gewinnen

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat das NRW-Reporter-Programm deshalb auch eine wichtige Orientierungsfunktion.
Wer später im Journalismus oder in einem anderen Medienberuf arbeiten möchte, kann verschiedene Tätigkeitsfelder kennenlernen und feststellen, welche davon besonders interessant sind. Gleichzeitig entstehen während des Programms erste eigene Arbeitsproben, die für spätere Bewerbungen hilfreich sein können.
Hinzu kommen persönliche Kontakte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begegnen Journalistinnen und Journalisten, Redaktionen, Unternehmen und Institutionen und erhalten Einblicke in Strukturen, die ihnen zuvor teilweise unbekannt waren. So entsteht bereits während der Ausbildung ein erstes Netzwerk.

Journalismus ist mehr als Schreiben

Die Gespräche in dieser Ruhrpodcast-Folge zeigen auch, wie vielfältig journalistische Fähigkeiten inzwischen sein können.
Neben dem klassischen Schreiben spielen Recherche, Gesprächsführung, Audio, Video, Social Media und digitale Produktionsformen eine Rolle. Gleichzeitig bleibt ein wesentlicher journalistischer Grundsatz bestehen: Informationen müssen recherchiert, eingeordnet und faktenbasiert aufbereitet werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können während des NRW-Reporter-Programms erleben, welche Aufgaben ihnen liegen und in welchem Bereich sie sich möglicherweise weiterentwickeln möchten.

Was bleibt vom NRW-Reporter-Programm?

Am Ende fällt die Einschätzung der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner eindeutig aus: Sie würden das NRW-Reporter-Programm weiterempfehlen.
Besonders positiv bewerten sie die praktischen Erfahrungen, die unterschiedlichen Stationen und den Austausch mit anderen jungen Menschen, die sich ebenfalls für Journalismus und Medien interessieren.
Das Programm ermöglicht damit einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Medienberufe – und kann zugleich dabei helfen, den eigenen beruflichen Weg klarer zu sehen.

Junge Stimmen aus der Medienwelt im Ruhrgebiet

Ruhrpodcast Folge 171 ist damit zugleich eine Momentaufnahme: Wie schauen junge Menschen im Jahr 2026 auf Journalismus? Was reizt sie an Medienberufen? Welche Erfahrungen machen sie bei ihren ersten eigenen Produktionen? Und welche Erwartungen haben sie an ihre berufliche Zukunft?
Jule, Joshua, Zoe, Sarah, Eva, Ava, Lisa, Rina und Finja geben darauf sehr persönliche Antworten.
Eine Folge über Journalismus zum Ausprobieren, erste Erfahrungen in Redaktionen, Medienkompetenz, Berufsorientierung und den journalistischen Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen.
Interessant. Unterhaltsam. Informativ. Ruhrpodcast eben.

Kapitel

00:00:18 Einführung ins NRW-Reporterprogramm
00:02:43 Praktikum bei der Polizei
00:06:45 Zweite Runde stellt sich vor
00:08:28 Motivation und Medienstationen
00:10:22 Trainee mit vielen Stationen
00:14:56 Neue Stimmen, neue Wege
00:16:15 Berufung zum Journalismus
00:20:11 Radio, TV und Studium
00:23:00 Tempo, O-Töne und Sendung
00:27:00 Empfehlung für Einsteiger

Weitere Info

https://www.studio47.de/nrwreporter.html
https://ruhrpodcast.de
https://durian-pr.de

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